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BeitragThema: Das passt auch noch dazu und ist ganz interessant:   Do 22 Sep 2011 - 22:18

Die Geschichte der Nagelkosmetik geht zurück bis ins 3. Jahrhundert vor Christus. In Babylon gaben pflichteifrige Priester ihren Königen goldene Manikürsets auf die letzte Reise mit ins Grab. Auch Ägyptens Pharaonen wollten nicht ungepflegt ihr Leben diesseits und jenseits des Todes fristen.

Maniküre und lange, vergoldete Fingernägel, die auf natürliche Fingernägel aufgesetzt wurden und die Einfärbung mit Henna gehörten mit zur Schönheitspflege aus kultischem Selbstzweck. Dies war meist nur dem Adel vorbehalten, nicht nur der Wertigkeit wegen, sondern in erster Linie diente diese Verschönerung der Annäherung an die Götter, deren Haut und Nägel aus Gold waren. Nach der Ära der alten Ägypter entwickelte sich die Einfärbung der Hand- und Fußflächen und der Nägel mit Henna in der damals zivilisierten Welt zu ihrem Höhepunkt.

Die Färbung mit Henna hat sich z. B. bis heute im nahen Osten, in Nordafrika und in der Türkei erhalten.
Zusätzlich zeigten sich einige merkwürdige Exkursionen an Manikürevariationen. Im 5. Jahrhundert v. Chr. benützten indische Frauen das harzige Sekret einer Insektenart zum Einfärben ihrer Nägel. Gekürzt wurden diese mit martialischen Schneidewerkzeugen oder durch das Reiben an rauhen Mauern.
In Rom und Griechenland behielt sich einzig und allein die Männerwelt die Genüsse der Maniküre vor.

Dies konnte Poppaea - Gattin des leicht entrückten Nero - jedoch nicht davon abhalten, ebenfalls etwas für ihre Nägel zu tun. Sie färbte sie mit einer Substanz aus “Drachenblut”, was immer das auch seien mag, und Hammelfett. Auch Kleopatra badete nicht nur in Eselsmilch, sie tat auch bewußt etwas für ihre Hand - und Nagelpflege.

Dann geschah wohl lange Zeit nichts. Man färbte weiter mit Henna und ließ im 17. Jahrhundert in Indien sogar eine äußerst penible Art der Verschönerung über sich ergehen. Farbstoffe wurden mittels einer Art Tätowiernadel direkt in die Nagelmatrix injiziert (bei der Menge der Nerven in den Fingern braucht man an den Schmerz nur zu denken und kann sich glücklich schätzen, daß dieser Brauch nicht mehr Usus ist). Den Damen der feinen indischen Gesellschaft wuchsen nach dieser Operation vorgefärbte Nägel.
Mit Beginn der Industrialisierung zeigte die Nagelkosmetik auch in Europa und den USA ihre ersten Blüten. Im 18. Jahrhundert beschränkte man sich noch darauf, mit Puder und einem Lederläppchen die Nägel zu polieren und sie spitz zugefeilt und kurz zu tragen.

Die Instrumente für die darauf sich entwickelnde Maniküre ähnelten aber immer noch Folterwerkzeugen aus Metall.
Erst 1830 erfand der Fußdoktor Sitts in Paris das Rosenholzstäbchen und ermöglichte die sanfte Maniküre, die Malträtierung der Nagelhaut wurde zusehends eingeschränkt. Sitts Nichte übernahm 1892 das Erbe ihres Vaters und wurde schließlich bei den Reichen als “Künstlerin der Hand” bekannt. Pasten und Cremes, die den Nägeln einen gloriosen Glanz verliehen, eroberte um die Jahrhundertwende den Markt.

Amerika wurde erreicht. Sitts Erfindungen und Erkenntnisse erlaubten es Frauen aller Bevölkerungsschichten, Nagelpflege zu betreiben. Der Nagelmarkt boomte, Studios schossen wie Pilze aus dem Boden. Nach 1917 geht es Schlag auf Schlag. Erfindungen bereichern das Nagelpflegepotential, manche verschwinden wieder. Sandblattfeilen, Nagelhautentferner und die ersten flüssigen Nagellacke machen Nageldesign langsam zu einem Vergnügen.

Man trägt die Moon - maniküre (oder auch Gatsby Look genannt): nur in die Mitte des Nagels wurde ein rötlich-rosiger Lack aufgetragen, Möndchen und Nagelspitze blieben frei. Dieser Look hält sich fast zwei Jahrzehnte. Mit der Erfindung des ersten optimalen Nagellacks auf Pigmentbasis und Nitrocellulose (eigentlich eingesetzt zum Lackieren der damaligen Automobile) durch Charles Revson - Gründer der Firma Revlon - trat der Nagellack in seiner Farbvielfalt den Siegeszug durch die Damenwelt an. Er versprach, lange zu halten, seine Farbintensität kam den heutigen Lacken sehr nahe und schüttelte das Image, farbige Nägel seien ordinär, schnell ab.

1934 schenkte der erste künstliche Nagel als Erfindung eines Zahnarztes Nagelkauer die Illusion perfekter Fingernägel. Künstliche Nägel wurden zumeist einfach am oberen Nagelrand eingehakt, nicht geklebt, dafür hielten sie auch nicht besonders lange. Aus Gründen mangelnder Lösung dieser Probleme verschwand der künstliche Nagel bis auf einige kleine Überreste bald wieder.

Die “Renaissance” der künstlichen Nägel begann in den 50er Jahren in Hollywood. Schauspielerinnen ließen sich für die Filmaufnahmen “Spendernägel” aufkleben; das waren Naturnägel, die gegen ein geringes Entgelt Schwarzen oder Süchtigen abgeschnitten wurden, nach Größen sortiert und interessierten Damen aufgeklebt wurden. Diese Nägel hatten jedoch auch nur eine geringe Haltbarkeit. Versierte Visagisten versuchten daraufhin, mit Hilfe von Teebeutel-Vlies die Nägel zu stabilisieren. Dies war der Anfang der Textil- und Klebetechnik.

Klebetechniken in Verbindung mit Seide oder Fiberglas und Acryl sind in den siebziger Jahren, der ersten Hochburg verlängerter Nägel, up to date. Der Einsatz von polemisierendem Gel (entdeckt wurde es vor ca. 30 Jahren in der Zahnmedizin) verdrängt seit 1984 aber stetig Acryl und Fiberglas vom Markt. Durch die wesentlich schonendere und sehr natürlich wirkende Nagelmodellage mit lichthärtenden Kunststoffen ist hier im Trend der Zeit die perfekte Lösung für jede gepflegte Frau gefunden worden.

Schöne Hände und gepflegte Fingernägel gehören unbedingt zu einem ansprechenden Äußeren dazu. Die eleganteste Garderobe oder das ausgefallenste Make up verlieren an Wirkung, wenn die Fingernägel nicht zum Gesamtbild passen. Mindestens einmal pro Woche sollte man sich daher seinen Händen widmen. Bedenkt man, daß fast kein anderer Teil des Körpers durch Schmutz, extreme Temperaturen, Seifen und Putzmittel so stark strapaziert wird wie Hände und Fingernägel, dürfte eine intensive Pflege selbstverständlich sein.

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